Thema Brennverbot weiterhin aktuell

Mit nachfolgendem Text wandte sich die Ortsteilbürgermeisterin in o. g. Sache (wurde aber leider nicht veröffentlicht) an die Medien:

Als Legefelder Ortsteilbürgermeisterin habe ich Post vom zuständigen Dezernat der Stadt Weimar, welches auch für Umwelt verantwortlich zeichnet, erhalten. Aus dieser geht hervor, welche Termine zur kostenfreien Abgabe von Baum- und Strauchschnitt an der Kompostanlage in Umpferstedt mit der Stadtwirtschaft Weimar GmbH abgestimmt wurden. Für das Frühjahr gilt hier die Zeit vom 28.03.2011 bis 16.04.2011 jeweils von 07:00 bis 15:00 Uhr, außer sonntags und für den Herbst voraussichtlich die Zeit vom 24.10.2011 bis zum 12.11.2011 . Alles gut und schön. Aber, es wird auch gleich wieder mitgeteilt, dass in diesem Jahr für Ortsteile und Kleingartenvereine lediglich jeweils nur ein Container zur Verfügung gestellt werden kann. (Jeweils 1 im Frühjahr und im Herbst oder generell nur einer im Jahr? Das geht hieraus nicht so ganz eindeutig hervor.) Begründet wird dies selbstverständlich mit sparsamen Umgang von finanziellen Mitteln. Des Weiteren weist man gleich noch mit darauf hin, dass dies auch nur die Zusage zur Absicherung für 2011 ist. Das heißt von vornherein, vielleicht das letzte Mal? Schwer erkämpft haben wir Ortsteilbürgermeister uns wenigstens diese Lösung nach von der Stadt generell ausgesprochenem Brennverbot. Nun ist wahrscheinlich nicht einmal diese Variante mehr auf Dauer sicher. Das bedeutet, doch unbedingt darüber nachzudenken, wieder das Brennen zu bestimmten Zeiten zu gestatten. Oder? Ich werde, auch als Stadträtin (ww), ohnehin dauernd von den Bürgern darauf hin angesprochen. Es besteht nach wie vor kein Verständnis dafür, dass beispielsweise im Weimarer Land weiter verbrannt werden darf, hier in der Stadt Weimar aber eine „solche Messe“ um das Verbrennen gemacht wird. Gaberndorf (Stadt Weimar) und Ottstedt am Berge, um nur einmal ein Beispiel zu nennen, liegen nur wenige Meter voneinander entfernt. In Gaberndorf heißt es „Nein“ zum Verbrennen, in Daasdorf am Berge jedoch „Ja“. Komisch, hier macht sich eine Trennung zwischen Weimar-Land und Weimar-Stadt deutlich. Bei den Postleitzahlen z. B. jedoch leider immer noch nicht! Es gibt zwar nun ab 01.04.2011 gewisse Änderungen, aber diese sind nach wie vor, nicht wirklich nachzuvollziehen. Auch wenn Legefeld z. B. jetzt als PLZ die 99428 erhält, so ist hiermit trotzdem noch keine eindeutige Zugehörigkeit zu Weimar erkennbar. Ottstedt am Berge, Obergrunstedt, Nohra und noch ein paar andere Orte, haben nämlich die gleiche PLZ und gehören aber nicht zur Stadt Weimar. Doch vielleicht bekommen diese Orte ja dann irgendwann einmal unsere bisherige 99438, dem Landkreis zugehörig? Doch dies auch nur noch einmal am Rande bemerkt, um zu zeigen, wie ernst oder nicht, manche Dinge wirklich genommen werden. Auch in Obergrunstedt, z. B., was ja Weimarer Land ist, darf man Baum- und Strauchschnitt verbrennen. Gleich nebenan, in Niedergrunstedt aber dann wieder nicht. Man kann hinter solchen „Methoden“ eigentlich nur Schwachsinn erkennen. Auch wenn man sich generell mal schlau macht, wie in anderen Regionen das Thema „Brenntage“ behandelt wird. Die Mehrzahl von Regionen erteilt keine Brennverbote. Einzusehen ist es selbstverständlich, dass nicht unbedingt „Mulm“ in den Innenstadtbereichen heraufsteigen muss, aber mal ein paar Tage in den Randlagen? (Für das Stadtzentrum kann man sich ja ggf. weiterhin für die Containervariante entscheiden.) Im Allgemeinen gibt man jedoch lieber Geld für Container aus, was ja eigentlich nicht vorhanden und vielleicht sogar ab 2012 auch schon wieder tabu ist, als sich besser wieder auf Brennzeiten zu einigen. Das ist nämlich genau das, was die Bürger auch immer wieder mit als große Kritik anbringen und erst recht nicht verstehen können. Ihre Petra Seidel

NS: Diese o. g. Meinung teilen mit mir im Übrigen auch andere Amtskollegen. Sollte es sich hier wahrlich „nur“ um ein Umweltproblem handeln, so gäbe es hierzu mit Sicherheit andere Probleme, die da ebenso erst einmal oder noch eher zu klären wären. Ich denke da z. B. ganz speziell an die immer noch miserablen Ampelsteuerungen in unserer Stadt. Das sind Umweltbelastungen! Wie ich das meine, weiß zumindest bestimmt ein jeder Kraftfahrer, wenn gleich auch nun die Radfahrersaison bald schon wieder beginnt oder zum Teil auch schon begonnen hat…

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